FREIBURGER BAROCKORCHESTER
TORSTEN JOHANN Cembalo und Leitung
ANNA LUCIA RICHTER Sopran


ANNA LUCIA RICHTER (c) Nafez Rerhuf

Italien war nicht nur Sehnsuchtsort der Maler und Dichter, sondern auch der Musiker und Komponisten. Insbesondere die Musikstadt Venedig, die als Kultur- und Handelszentrum seit dem Mittelalter prosperierte, zog Musiker aus ganz Europa an, die in den Kirchen, Palazzi und in den kommerziell betriebenen Opernhäusern reichlich Gelegenheit fanden, ihre Kunst zu demonstrieren. So kam Händel während seiner vierjährigen Studienreise durch Italien auch nach Venedig, wo er seine Oper Agrippina schrieb, die seinen internationalen Durchbruch als Opernkomponist bedeutete. Johann Rosenmüller hingegen floh aus Sachsen nach Venedig, um seiner strafrechtlichen Verfolgung wegen des Verdachts, er habe Sängerknaben missbraucht, zu entgehen. In Venedig konnte er eine zweite Karriere starten. Agostino Steffani und Antonio Vivaldi waren selbst Venezianer, wobei Steffani seine Kreativität an den Höfen von München, Hannover und Düsseldorf entfaltete. Johann Georg Pisendel und Johann Adolph Hasse wirkten lange Zeit am Dresdner Hof, der zahlreiche Verbindungen nach Venedig unterhielt. Dies betraf nicht nur die Musik der venezianischen Oper, sondern auch Personen wie Vivaldi und die Sängerin Faustina Bordoni, Hasses Ehefrau, mit der er seinen Lebensabend in Venedig verbrachte. 

In Kooperation mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Freiburger Barockorchesters e.V.

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