AMERICAN STRING QUARTET
ANDREAS OTTENSAMER Klarinette


(c) Peter Schaaf

Man stelle sich einmal vor: es ist 1784 und der 26-jährige Wolfgang Amadeus Mozart sitzt unter den Zuhörern eines Konzertes im Wiener Burgtheater, während zeitgenössische Musik – nämlich seine „Gran Partita“ – gespielt wird. Mozart ist ein heikler, durchaus kritischer Zuhörer, besonders, wenn es um seine eigenen Werke geht und es kann vorkommen, dass er laut schimpfend auf die Bühne rennt, wenn ihm die Musiker nicht gut genug spielen. Das ist in besagtem Konzert nicht so, im Gegenteil: gerade der Klarinettist, der Hofklarinettist Anton Stadler, begeistert ihn nachhaltig. Seit jenem Abend im Burgtheater bringt Mozart dem etwas älteren Stadler eine lebenslange unerschütterliche Freundschaft entgegen. Egal was der Musiker tut, wie sehr er die Zuneigung des Komponisten ausnutzt, für Mozart bleibt er sein geliebter Logenbruder und Freund Anton Stadler, das "Ribisel-G'sicht", dem er seine schönsten Melodien, die Stimme seiner späten Gedanken widmet. Neben dem "Kegelstatt-Trio" und seinem berühmten Klarinettenkonzert schreibt Mozart Anton Stadler eine seiner privatesten und intimsten Kompositionen auf den Leib: das Klarinettenquintett A-Dur.

Das American String Quartet hat sich für sein Konzert naheliegenderweise einen gebürtigen Wiener eingeladen, Andreas Ottensamer, der inzwischen als Solo-Klarinettist nach Berlin gewechselt ist. Umrahmt wird das Klarinettenquintett von jeweils einem Quartett der anderen beiden Meister der Wiener Klassik: Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven.

 

Dienstag, 17.03.2020 | 20 Uhr | KMS

AMERICAN STRING QUARTETT

ANDREAS OTTENSAMER KLARINETTE

Haydn Streichquartett 76/5 D-Dur

Mozart Klarinettenquintett A-Dur, KV 581

Beethoven Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131

 

 

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