ARTEMIS QUARTETT
ECKART RUNGE Violoncello


ARTEMIS QUARTETT(c) Felix Broede

Ludwig van Beethoven gehört nicht nur im „Beethoven-Jahr“ 2020, in dem wir den 250. Geburtstag des Komponisten feiern, zu den präsentesten Komponisten in den Programmen sowohl im sinfonischen als auch im kammermusikalischen Bereich. Umso spannender ist es, wenn sich der Anlass bietet, Beethovens Werke in Kontrast zu setzen mit neuen, zeitgenössischen Kompositionen. Das ist – für sich genommen – noch nichts allzu Spektakuläres, weil es glücklicherweise oft geschieht. Der besondere Reiz des Abends beim Artemis Quartett liegt darin, dass der Kompositionsauftrag in diesem Fall an eine Frau ging, der russisch-amerikanischen Komponistin und Pianistin, Lera Auerbach.

Auerbach, 1973 in Sibirien geboren, erlebte das Ende der Sowjetunion und einen Umbruch, der bei allen mit ihm einhergehenden Verwerfungen auch den Blick auf Beethoven wieder freier schweifen ließ. Mit neun Jahren lernte Auerbach ihre erste Beethoven-Klaviersonate, mit der eine „ruhelose Beziehung“, wie sie selbst sagt, begann. Mittlerweile ist sie eine renommierte Pianistin und Komponistin ohne Berührungsängste: „Ich kann aus allen Quellen schöpfen, die ich liebe, und diese in meine eigene Tonsprache integrieren. […] Ich verschließe mich nicht, sondern halte meine Ohren offen und liebe es, mit anderen Kulturen konfrontiert zu werden. Dabei habe ich das Gefühl, dass diese Strömungen mich darin bereichern zu sehen, was Musik alles sein kann“, sagte Lera Auerbach in einem Interview.

 

 

Donnerstag, 07.05.2020 | 20 Uhr | KMS

ARTEMIS QUARTETT

Beethoven                            Streichquartett D-Dur op.59 Nr.3

„Razumovsky“

Auerbach                              Streichquartett Nr. 9

Beethoven                            Streichquintett a-Moll nach der

„Kreutzersonate“

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