STRADIVARI QUARTETT


Stradivari Quartett

Der eine notierte Ideen, Entwürfe und Ausarbeitungen zu fast allen Werken und bewahrte diese Arbeitspapiere sorgfältig auf, ist eine der Leuchtfiguren der sogenannten Wiener Klassik und feiert 2020 seinen 250. Geburtstag – der andere, Jahrgang 1955, gehört zu den wichtigsten Figuren der heutigen Schweizer Improvisationsszene und ist zudem ein vielbeachteter Komponist, dessen Arbeiten sich aus sehr unterschiedlichen Quellen speisen: von den Ferienkursen in Darmstadt bis hin zu Eindrücken, die er als Cellist in der frei improvisierenden Szene gesammelt hat. Der Konzertabend des Stradivari Quartetts mit der Gegenüberstellung von Streichquartetten Ludwig van Beethovens und Alfred Zimmerlins verspricht Spannung und musikalischen Hochgenuss, denn während Beethoven im Genre Streichquartett Maßstäbe setzte und der seinerzeit noch jungen Gattung Form gab, ist es Alfred Zimmerlins Bestreben, mit den Konventionen der Gestaltung zu spielen, ohne sie letztlich in ihrem Kern zu zerstören. Das lässt sich besonders gut an der Gattung Streichquartett ablesen, die seit Haydn, Beethoven und der Romantik klar in ihrer Form festgeschrieben und dennoch offen genug ist, um aus Zimmerlins Perspektive neue, unerwartete Höreindrücke zu generieren.

Für die optimale Umsetzung sorgt das für seine außergewöhnliche musikalische Intensität gerühmte Stradivari Quartett, das – gleich den Ansprüchen ihres Namenspatrons beim Instrumentenbau – bei seinem Spiel nach nicht weniger als dem Optimum strebt. Rund 40 Konzerte pro Jahr gibt das Quartett in aller Welt. Xiaoming Wang und Sebastian Bohren, Lech Antonio Usynski und Maja Weber bilden die aktuelle Besetzung. 2007 gegründet, sollte den edlen, geschichtsträchtigen Streichinstrumenten aus Cremona ein würdiger Klangkörper im Heute gegenüber stehen. Zwar musizieren zwei der aktuellen Mitspieler heute auf anderen, qualitativ ebenbürtigen und ebenfalls aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammenden Instrumenten, die gemeinsam geteilte künstlerische Haltung besteht aber nach wie vor.

 

23.09.2019, Kammermusiksaal Berlin

Beethoven       Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6

Zimmerlin        2. Streichquartett

Beethoven       Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1

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