Kit Armstrong Interview
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Kammermusiksaal

Le Concert Olympique

»Beethoven 1807«

Kit Armstrong, Klavier

  • Bach Präludium und Fuge Nr. 1 in C-Dur BWV 846 (aus dem »Wohltemperierten Klavier I«)
  • Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
  • Beethoven Sonate Nr. 23 f-moll op. 57 »Appassionata«
  • Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Jan Caeyers, Leitung

 

Programmänderung (Stand: 11.2.2026)

Aufgrund produktionstechnischer Änderungen musste das ursprünglich angekündigte Programm dieses Konzerts auf der ganzen Tournee angepasst werden. 

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Jan Caeyers und Kit Armstrong © Koen Bauters

Kit Armstrong und das goldene Jahr Beethovens

Seit Kit Armstrong vor über 20 Jahren erstmals die internationale Konzertbühne betreten hat, übt seine Interpretationskunst große Faszination aus. Neben seiner Tätigkeit als Pianist ist er auch für interdisziplinäre Projekte bekannt und pflegt enge künstlerische Partnerschaften mit führenden Instrumentalisten. In der aktuellen Saison kommt der „unbegrenzt wandlungsfähige“ Tastenkünstler (Deutschlandfunk) mit dem Orchester Le Concert Olympique nach Berlin.

Im Zentrum des Programms steht Beethovens musikalisches Denken in einer Phase des Übergangs, in der sich klassische Formtradition und neuer, expressiver Gestaltungswille begegnen.

Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Nr. 1 in C-Dur aus dem „Wohltemperierten Klavier“ Band I öffnet den Blick auf einen musikalischen Kosmos, der auch Beethovens Denken nachhaltig geprägt hat. Dessen 1. Klavierkonzert zählt mit seiner melodischen Kraft und formalen Frische zu den bedeutenden Klavierkonzerten der Klassik überhaupt. Nach der Pause erklingt die Klaviersonate Nr. 23 in f-moll. Die „Appassionata“ gehört zu den emotional tiefgründigsten und technisch herausforderndsten Werken Beethovens für Solo-Klavier und fasziniert durch ihre dramatische Spannung und expressive Tiefe. Zum Abschluss des Konzerts steht das 4. Klavierkonzert auf dem Programm – ein Werk von großer lyrischer Weite und innovativer Orchester-Klavier-Beziehung, das zu Beethovens bedeutendsten Beiträgen zum Klavierkonzert-Repertoire zählt.

Das Konzert »Beethoven 1807« ist Teil von »Beethoven27«.

Dieses Großprojekt verbindet die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union durch 27 Schlüsselwerke Ludwig van Beethovens.
Kit Armstrong
Kit Armstrong © Marco Borggreve

Warum 1807? Welche Bedeutung hat dieses Jahr, und steckt dahinter vielleicht eine größere künstlerische Idee?

Kit Armstrong:

»Im Rahmen dieses Projekts werden einzelne Jahre aus Beethovens Leben beleuchtet. Das Projekt »Beethoven27« ist ein Kapitel in unserem musikalischen Leben – von mir und von Jan Caeyers. Unser Vorhaben umfasst Konzerte, die innovative Programme verfolgen, sowie weitere Aktivitäten, die heutigen Menschen Beethovens Werk und Geist näher bringen sollen, z. B. Schulprojekte oder Forschungen mit KI.

Die Konzerte mit dem Orchester zeigen bekannte Hauptwerke von Beethoven. Als Jan Caeyers und ich uns 2024 kennenlernten, wussten wir, dass wir hiermit eine einmalige Chance hatten, etwas Größeres über mehrere Jahre zu gestalten: Beethovens Universum neu zu entdecken und mit unserem Publikum zu teilen.«

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Kit Armstrong © Marco Borggreve

Gibt es einen bestimmten Satz im 4. Klavierkonzert, der Sie beim Spielen besonders berührt?

Kit Armstrong:

»Der zweite Satz gehört sicherlich zu den originellsten und gelungensten Entwürfen der Musikgeschichte. In diesem berühmten Satz stehen Klavier und Orchester in einem spannenden Gegensatz: Das Orchester spielt ein punktiertes Thema mit straffem, fast unfreundlichem Charakter, während das Klavier mit sanften, träumerischen Phrasen antwortet.

Wie sich der Konflikt im Verlauf des Satzes löst, ist wirklich genial – typisch für Beethoven. Damit meine ich: Einerseits ist es tiefgehend, andererseits sofort zugänglich. Für mich ist das eine von Beethovens größten Errungenschaften.«

 

»Beethoven 1807«: Ein neuer Blick auf Beethoven

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