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Cameron Carpenter Orgel
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Philharmonie

Cameron Carpenter

  • Bach: Fantasie und Fuge c-moll BWV 537
  • Bach: Präludium und Fuge Nr. 1 C-Dur BWV 870  (Das Wohltemperierte Klavier, Band II)
  • Bach: Präludium und Fuge Nr. 11 F-Dur BWV 880 (Das Wohltemperierte Klavier, Band II)
  • Bach: Fantasia super »Komm, Heiliger Geist« BWV 651
  • Bach: Choral-Präludium »O Mensch, bewein’ dein’ Sünde groß« BWV 622
  • Bach: Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 »St. Anne«
  • Bach: »Goldberg-Variationen« BWV 988 (Bearbeitung für Orgelsolo von Cameron Carpenter)

Cameron Carpenter - Orgel

Nachholtermin für 29. April 2020.
Karten behalten ihre Gültigkeit.

Dienstag, 2. Mai 2023

Philharmonie
Tickets ab 15,– €
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Cameron Carpenter
Cameron Carpenter © Dovile Sermolas

Wie kommt ein moderner, hipper Paradiesvogel wie Cameron Carpenter zur Orgel? „Die Orgel ist für mich ein Bild des gesamten Universums – einige schwarze Löcher mit eingerechnet“, so der Ausnahmeorganist, „Bachs Orgelwerke sind Schulstunden für jeden Organisten. Wer Johann Sebastian Bachs Trio-Sonaten oder die große Passacaglia spielen kann, dem kann nichts mehr passieren. Seine Musik enthält alles Herrliche und alles Negative, was die Welt zu bieten hat. So muss es sein, denn Bach besaß kein harmonistisches, sondern ein christliches Weltbild, in dem alles Leid des Menschen mitgedacht ist“. So etwas wie ein Lieblingswerk von Bach habe Carpenter allerdings nicht. „Solche Vorlieben sind für mich nicht entscheidend. Jede Auswahl von Bach-
Werken nimmt von selbst kosmische Dimensionen an, das ist bei diesem Komponisten gar nicht zu vermeiden. Das ist nicht unbedingt angenehm, denn als Musiker kann man sich da schon einige Blessuren zuziehen.“ Tatsächlich findet der Organist sogar mit Augenzwinkern Bach sei „die Erfindung der Quetschung und der blauen Flecken in der Musikgeschichte – zumindest für Organisten“! Was Bach zu Cameron Carpenters zeitgenössischen Interpretationen sagen würde, steht in den Sternen. „Ich würde mich nicht wundern, wenn Bach Schwierigkeiten mit der Art hätte, wie ich seine Werke spiele. Mein Bach klingt mehr nach Technicolor – und auch halluzinierender als bei anderen. Ich tue das aber nicht aus Respektlosigkeit. Mein Gott heißt Bach, auch wenn Bach selbst das wohl kaum akzeptiert hätte“, bekennt Carpenter.

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Herbert-von-Karajan-Straße 1
10785 Berlin