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Im Fokus: Das Violoncello

Stimme, Gefährte, Architekt der Musik

Das Violoncello, tiefstimmig und menschlich, singt dort, wo Worte versagen. Sein Klang ist sofort vertraut: warm, resonant, nah am Tonbereich der menschlichen Stimme. Nur wenige Instrumente besitzen ein so weites emotionales Spektrum oder die natürliche Fähigkeit, direkt zum Herzen zu sprechen.

Begleiten Sie uns auf einer Reise durch Jahrhunderte und Stilrichtungen!

Jedes Werk dieser Reise eröffnet ein einzigartiges Fenster in die Seele des Violoncellos als Begleiter, Solist und Geschichtenerzähler. All dies und noch viel mehr erwartet Sie in der kommenden Konzertsaison 2025/26 in der Philharmonie Berlin.

Das »Tripelkonzert« von Ludwig van Beethoven

Sheku Kanneh-Mason
Sheku Kanneh-Mason © John Davis

Unsere Reise beginnt nicht mit dem Violoncello allein, sondern im Dialog – einem groß angelegten Gespräch, dem »Tripelkonzert« von Ludwig van Beethoven.

Hier tritt das Violoncello aus dem orchestralen Geflecht und wird von Beethoven zum gleichberechtigtem Partner von Violine und Klavier erhoben, der sich edel, artikuliert und lyrisch entfalten darf.

Den Auftakt zur Saison 2025/26 macht dieses Werk, interpretiert vom Ausnahme-Cellisten Sheku Kanneh-Mason, seiner Schwester Isata Kanneh-Mason am Klavier, der amerikanischen Geigerin Tai Murray und dem »Chineke! Orchestra«.

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Dvořáks Klaviertrio f-moll

Gautier Capucon
Gautier Capuçon

Dvořáks Klaviertrio führt uns, ebenfalls in der Konstellation Violine, Violoncello und Klavier ins Drama

nur eben ohne orchestrale Begleitung, jedoch mit slawischer Herzlichkeit. Das Violoncello tanzt und klagt, singt Volkslieder und verkündet Leidenschaft. Dvořák schenkt ihm sowohl Kraft als auch Melodie und verankert das Trio in der reichen Erde und dem Herzen Böhmens.

Gautier Capuçon, gefeiert als »Botschafter des 21. Jahrhunderts für das Violoncello«, präsentiert dieses Werk im Kammermusiksaal Berlin mit zwei ebenso renommierten Kammermusikpartnern: der Geigerin Lisa Batiashvili und dem Pianisten Jean-Yves Thibaudet.

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Doch was geschieht, wenn das Violoncello allein ist?

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Mischa Maisky © Bernard Rosenberg

In Bachs Suiten für Violoncello wird das Instrument zu einem ganzen Klangkosmos.

Ohne Begleitung ist es zugleich bloßgestellt und gestärkt. Bach gibt dem Violoncello nicht nur eine Stimme, sondern eine Architektur. In diesen Suiten wird jede Saite zum Faden in einer Kathedrale des Klangs.

Das Violoncello betet, feiert, meditiert – ein einsamer Pilger auf dem spirituellen Weg.

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Mischa Maisky »Bach: Die Cellosuiten I«

Kammermusiksaal

Mischa Maisky »Bach: Die Cellosuiten II«

Kammermusiksaal

Die spirituelle Konzentration, die Reduktion auf das Wesentliche, findet ein fernes Echo in der kammermusikalischen Tiefe des späten Beethoven ...

... namentlich seinem Streichquartett Nr. 14.

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Mandelring Quartett © Guido Werner

Das Violoncello, sehr präsent schon in der eindringlichen, beinahe fragilen Einleitung, bildet das Fundament im Geflecht der Stimmen:

kommentierend, antwortend, vorwärtstreibend. Gerade in diesem Werk, das Beethoven selbst als eines seiner gelungensten betrachtete, wird das Violoncello zur Seele des Ensembles.

Von dieser vielstimmigen Innerlichkeit führt der Weg weiter zur feinsinnigen Kammermusik Nadia Boulangers.

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Raphaela Gromes © Gregor Hohenberg / Sony Classical

Ihre »Trois pièces« für Violoncello und Klavier flüstern Geheimnisse zwischen engen Freunden.

Diese Miniaturen sind zurückhaltend, feinfühlig und schmerzhaft ehrlich. Das Violoncello wird introspektiv, fast zerbrechlich und seine Stimme innerlich, verschleiert, dabei tief präsent.
 
Unter dem Motto »Fortissima!« präsentiert Cellistin Raphaela Gromes gemeinsam mit dem Pianisten Julian Riem Werke von Komponistinnen wie Nadia Boulanger, Hildegard von Bingen und Maria Szymanowska – angereichert durch Auszüge aus ihrem Buch, die im Kammermusiksaal Berlin von der beliebten Journalistin und Fernsehmoderatorin Judith Rakers gelesen werden.

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